Hervé Algalarrondo
Der langsame Tod des Roland Barthes
lieferbar
Roland Barthes (1915–1980), einer der großen französischen Denker des 20. Jahrhunderts, hatte eine große Schwäche: seine Mutter Henriette, vom ihm zärtlich »Mam« genannt. Über 60 Jahre lang waren Mam und Roland ein Paar, das sich Tisch und Wohnung teilte. Daneben gab es noch einen Kreis junger, homosexueller Intellektueller, der für ihn zu einer Art Zweitfamilie wurde. Dennoch galt Roland Barthes’ Liebe einzig und allein seiner Frau Mama. Diese symbiotische Mutter-Sohn-Beziehung wird von Hervé Algalarrondo genauer beleuchtet. Dabei beschränkt sich der Autor vor allem auf die letzten drei Lebensjahre des Meisterdenkers: Angefangen mit der Aufnahme 1977 in das Kollegium des Collège de France, über den schmerzhaften Verlust der Mutter im selben Jahr und die Zeit der Niedergeschlagenheit danach, bis hin zu jenem tragischen Unfall, der sich, obwohl auf den ersten Blick harmlos, als tödlich erweisen wird.
Eine Reihe von Weggefährten konnten persönlich zu Barthes befragt werden. So erfährt der Leser zum Beispiel manches von Isabelle Adjani, Michel Foucault, Julia Kristeva, Claude Lévi-Strauss, Alain Robbe-Grillet u. v. a. m.

Aus dem Französischen von Dino Heicker
216 Seiten
Hardcover, Schutzumschlag,
12,5 x 20,5 cm
ISBN: 978-3-86964-023-5
Preis: 19,80 €
» Beschreibung
© 1997-2010 Parthas Verlag Berlin
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