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Kunst in der Städten:

Parthas Verlag Berlin - aktuelle Buchempfehlungen

cover: Manet, ein Streit und die Geburt der modernen Malerei

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Dino Heicker

Manet, ein Streit und die Geburt der modernen Malerei

 

Besucher, die heute im Pariser Musée d’Orsay vor dem Gemälde der Olympia stehen, können sich vermutlich nicht vorstellen, dass es 1865, als es erstmals im Pariser Salon zu sehen war, einen der größten Skandale in der Geschichte der Kunst auslöste. Gleich bei der Eröffnung setzte ein Sturm der Entrüstung ein, der sich nicht nur auf das Dargestellte bezog – nie zuvor hatte es jemand gewagt, ein stadtbekanntes Modell lebensnah darzustellen –, sondern explizit auch auf die Maltechnik. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Darstellung einer nackten Frau als »Venus« oder »Nymphe« stets an den antiken Mythos geknüpft, die Haut war makellos und ohne Schatten, nun regte man sich über »schmutzige Hände« auf. Malerkollegen wie Gustave Courbet ergingen sich in hämischen Worten über das Bild und alles, was Rang und Namen hatte, bezog Stellung – meist gegen das Werk. Immerhin machte sich Émile Zola öffentlich stark für den Maler. Einer von wenigen, die das Potenzial des Bildes erkannten, war Julius Meier-Graefe, der Manet zum »unbestrittenen Führer seiner Generation« erklärte.
Dino Heicker präsentiert uns die Chronik des Skandals, der einen Wendepunkt in der Geschichte der Malerei markiert, höchst lebendig anhand der Stimmen zahlreicher Zeitzeugen.

 

191 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, 12,5 x 20,5 cm

 

ISBN: 978-3-86964-099-0 | Preis: 19,90 €

cover: Gestatten Magritte

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Patricia Allmer

Gestatten Magritte

 

Magrittes Mutter nimmt sich 1912 das Leben, ein Ereignis, dass zu einem immer wiederkehrenden Motiv seiner Bilder werden soll. Mit der Malerei hat der junge Mann keinen leichten Weg gewählt. Magritte schlägt sich als Musterzeichner in einer Tapetenfabrik durch, später als Plakatzeichner – da hat er schon mit der zwei Jahre jüngeren Georgette eine Familie gegründet. Erst als er einen Vertrag mit der Galerie »Le Centaure« abschließt, kann er sich vollständig der Kunst widmen. Zu dieser Zeit entsteht auch sein erstes surrealistisches Bild: »Der verlorene Jockey«. Magritte freundet sich mit André Breton, Joan Miró, Hans Arp und später auch Salvador Dalí an, wobei es immer wieder zu Streitigkeiten und Zerwürfnissen kommt. 1947 stellt Magritte zum ersten Mal in New York aus, 1956 gewinnt er den Guggenheim-Preis für Belgien. Mit Vorwürfen des Ausverkaufs seiner Kunst konfrontiert, stirbt Magritte am 15. August 1967 in seiner Brüsseler Wohnung. Das letzte Bild bleibt unvollendet.
René Magrittes künstlerisches Schaffen gilt als einer der wichtigsten Beiträge zum Surrealismus. Mit Werken wie »Das ist keine Pfeife« oder »Der Verrat der Bilder« möchte Magritte die Grenzen zwischen Kunst und Wirklichkeit aufzeigen, mit »Die verbotene Reproduktion«, das Unerwartete im scheinbar Vertrauten sichtbar machen.
Neben einer Auswahl der großen Werke Magrittes finden sich in diesem Buch eindrückliche Illustrationen von Iker Spozio.

 

80 Seiten, durchgängig farbige Abb., Paperback, 17 x 22 cm


ISBN: 978-3-86964-114-0 | Preis: 14,90 €

cover: Hush – Berliner Clubs in Zeiten der Stille

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Marie Staggat, Timo Stein

Hush – Berliner Clubs in Zeiten der Stille

 

42 Berliner Clubs / 45 persönliche Porträts / 42 außergewöhnliche Orte in besonderen Zeiten / 42 fotografische Einblicke / 45 Geschichten über Heimat.

 

Sie stehen für Tanz, Schweiß, Nähe, Freiheit und Kontrollverlust auf Zeit, doch in die ehemals lautesten Orte der Stadt ist mit Beginn der Pandemie eine unfreiwillige Stille eingekehrt. Für ihr Buch besuchten Staggat und Stein von April bis Dezember 2020 über 40 Berliner Elektro-Clubs und interviewten die oft vergessenen Gesichter dieser Krise: die Clubmanagerin, den Barmann, den Booker, die DJane, den Toilettenmann, die Türsteherin oder den Hausmeister.

 

Bei ihrer Club-Quarantänetour sind sie auf Menschen gestoßen, die nicht nur um ihren Arbeitsplatz kämpfen, sondern auch um den Verlust ihres Zuhauses fürchten. Sie trafen sie an Orten, die zwar für Menschen geschaffen wurden, aber auch ganz ohne diese wirken. „HUSH“ ist auf den ersten Blick ein Buch über Clubs in der Coronakrise, auf den zweiten ist es eines darüber, was Heimat auch sein kann. Staggat und Stein trafen auf umtriebige, verzweifelte, aber auch krisenfeste Charaktere, die nicht nur in ihre Situation sondern auch in ihre Räume bereitwillig Einblick gewährten. Sie stiegen in alte Brauereien hinab, betraten Kraftwerke, S-Bahnbögen, Parkdächer, Einfa­milien­häuser, Stellwerke, Hinterhöfe, Kellergewölbe, Boote und Remisen. Lost Places mit Geschichte – Räume, die vor allem im Ostteil Berlins nach der Wende entstanden. In einer Zeit, als Partypioniere brachliegende Industrielandschaften erschlossen und daraus Orte der Kreativität und Freiheit machten. So entstand ein Zeitdokument mit hochwertigen Fotografien und Texten, das exklusive Einblicke in eine einzigartige Subkultur gibt. „HUSH“ hält fest, was nach der Krise in dieser Vielfalt womöglich nicht mehr existieren wird.

 

Der Erlös des Buches kommt den beteiligten Clubs zu Gute: Arena Club, Prince Charles, Paloma, VOID, Süss. War gestern, Fiese Remise, Anita Berber, GRETCHEN, IPSE, Melancholie 2, OHM, Wilde Renate, Ritter Butzke, Suicide Circus, Humboldthain, Sisyphos, Golden Gate, Birgit & Bier, Der weiße Hase, Bulbul, Tresor Club, Hoppetosse, Club der Visionäre, SchwuZ, Weekend, M-Bia, Crack Bellmer, Beate Uwe, Griessmühle, Watergate, Klunkerkranich, Kit Kat Club, AVA, Sameheads, ://about blank, Burg Schnabel, ELSE, Zur Klappe, Sage Beach, Kater Blau, Christa Kupfer, Rummels Bucht.

 

dt./engl.,

368 Seiten,

24 x 30 cm,

179 sw und farb. Abbildungen

ISBN: 978-3-86964-128-7 | Preis: 30,00 €

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12.03.2020

Leipziger Buchmesse 2020

Topaktuelle Neuerscheinung nicht nur zur Coronakrise

Nachhaltigkeit braucht Entschleunigung braucht Grundein/auskommen ermöglicht Entschleunigung ermöglicht Nachhaltigkeit

ISBN 978-3-86964-125-6  18 Euro