Hervé Algalarrondo
Der langsame Tod des Roland Barthes
»Es hat stets zwei Barthes gegeben. Einen für den Tag und einen für die Nacht; den Meisterdenker und den, der auf die Pirsch ging. – Der Autor spürt Barthes Unsicherheit und Unzufriedenhet mit dem Alter nach, aber vor allem schreibt er über seine einzig wahre Liebe: Mam, seine Mutter... Barthes verbrachte die letzten Jahre seines Lebens stets auf der Suche , ohne wirklich anzukommen. Was bleibt, ist das Testament eines faszinierenden, eines Intensiven Lebens! Fazit: Ein intelligentes und würdevolles Portrait – vor allem für Barthes Fans.«
name it, Österreich
»Nein, dies ist kein Buch über Krankheit und Siechtum eines der bestechendsten Denker des letzten Jahrhunderts, sondern eines über sein Leben. Ein Leben, über das es allerdings schräge Dinge zu berichten gibt... Autobiografische Quellen und Aussagen der wichtigsten Freundinnen nutzend, gewährt Hervé Algalarrondo dem Leser einen intimen Einblick in ein prominentes schwules Leben.«
LEO
»Nicht Foucault hatte von sich aus Barthes ans renommierte Collège de France geholt, vielmehr habe Barthes ihn darum gebeten. Algalarrondo ist Innenpolitik-Experte des Nouvel Observateur und trug dieses Buchprojekt über die letzten Jahre Barthes‘ 25 Jahre in seinem Herzen.
Barthes‘ Vorlesungen wurden rasch zu Publikumsmagneten. Eigens für ihn hatte man einen neuen Lehrstuhl geschaffen: Literatursemiologie. Nicht nur die Studenten lauschten zu hunderten mit offenen Mündern. In der linksintellektuellen Chickeria kam es nicht schlecht, wenn man am Sonnabend Nachmittag im Café sagte, man käme gerade von Barthes.
Tatsächlich liegt der Reiz von Barthes‘ Denken und Vorgehensweise darin, sich an keinerlei wissenschaftliche Gepflogenheiten zu halten. Sie dienten in der Regel sowieso nur zur Abgrenzung des Wissenschaftsturms und zur Pflege des eigenen Standesdünkels. (...) Algalarrondo lässt eine Reihe von Bekannten und Zeugen zu Wort kommen, die von der Gedankenversunkenheit und der Melancholie Barthes‘ bei verschiedensten Anlässen berichten. Dem Biographen selbst widerfuhr das Glück, Ende der 1970er Jahre bei einer Konzertpremiere von Serge Gainsbourg in einer Loge zwischen Louis Aragon und Roland Barthes sitzen zu können. Algalarrondo: »Der Dichter strahlte, der Meisterdenker brütete dumpf vor sich hin.«
Dandy-Club

Aus dem Französischen von Dino Heicker
216 Seiten
Hardcover, Schutzumschlag,
12,5 x 20,5 cm
ISBN: 978-3-86964-023-5
Preis: 19,80 €
» Pressestimmen
© 1997-2012 Parthas Verlag Berlin