Sylvia Robeck, Gabriela Wachter (Hg.)
Kalter Krieg und warme Küche
200 Berliner Rezepte im Kontext der Stadtgeschichte
Was wurde im Berlin der Kaiserzeit serviert? Was war der Anlass für die vielfach an die Wände geschriebene Parole »Erst die Miete dann das Essen?« Wie kamen die Berliner durch die Hungerwinter nach dem Zweiten Weltkrieg? Inwieweit haben die amerikanischen Carepakete, die neben dem bis dato unbekannten Ketchup aufgrund eines Übersetzungsfehlers Mais statt Korn enthielten die Berliner Küche verändert? Ist das einseitige Vorkommen von Soljanka etwa Teil des Potsdamer Abkommens? Was kam nach dem berühmten Puddingattentat wohl in der Kommune 1 auf den Tisch?
Diesen und vielen anderen Fragen kann in diesem Mix aus Stadt- und Kulturgeschichte und Kochbuch nachgegangen werden. Jedes Jahrzehnt wird in einem Einleitungstext prägnant skizziert, mit Daten und Fakten wird chronologisch das Zeitgeschehen umrissen und mit zahlreichen Bildzitaten veranschaulicht. Die Atmosphäre der einzelnen Jahrzehnte spiegelt sich zudem in der Auswahl der Gerichte wider.
Die Rezepturen hat Sylvia Robeck im Familien und Freundeskreis gesammelt und in die heutige Zeit übersetzt. Der Leser wird von »Aal grün« zur »kalten Gurkensuppe« über »Currywurst«, »Broiler« und »Döner« bis zu den asiatischen Einflüssen in den 90er Jahren geführt und kann erleben, dass die »Berliner Küche« genauso spannend und wandlungsfähig ist, wie die Stadt selbst.

Fadenheftung, Pappband,
folienmattkaschiert,
19,5 x 27,5 cm,
160 Seiten,
durchgängig teils farbig bebildert,
ISBN: 3-936324-24-7
Preis: 19,80 €
» Beschreibung
© 1997-2010 Parthas Verlag Berlin
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