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Jaroslav Hašek

Geschichte der Partei des gemäßigten Fortschritts im Rahmen des Gesetzes

 

Jaroslav Hašek ist vor allem aufgrund seiner literarischen Figur des »braven Soldaten Schwejk« berühmt – weniger bekannt ist er für seine politischen Aktivitäten, sei es als Kommissar der Roten Armee im russischen Bürgerkrieg oder als Gründer und Kandidat einer Spaßpartei mit dem Namen Partei des gemäßigten Fortschritts im Rahmen des Gesetzes.
Hasek – eifriger Kneipenbesucher und berüchtigt für seine ungewöhnlichen Einfälle – gründet 1911 am Biertisch in Prag diese Parodie einer Partei. In seinen »Wahlreden« karikiert er den politischen Betrieb, stellt das tschechische konservative Bürgertum bloß, in dem sich ein bedenkliches nationales Bewusstsein ausbreitet und kritisiert die Behäbigkeit des sozialdemokratischen Reformismus.
Die Partei des gemäßigten Fortschritts im Rahmen des Gesetzes tritt 1911 tatsächlich zu den Reichstagswahlen an, gewinnt 36 Stimmen und natürlich enorm an Bekanntheitsgrad, sodass Hašeks befreundeter Verleger Karel Locàk ihn aufordert, eine Chronik über die Geschichte und Aktivitäten seiner Partei zu verfassen. Hašek macht sich an die Arbeit, doch der Verleger befürchtet aufgrund der allzu deutlichen Anspielungen eine Flut an Beleidigungsklagen und macht einen Rückzieher. Einzelne Beiträge der Chronik erschienen zwar in verschiedenen Zeitungen, eine vollständige Zusammenstellung kam erst 1963 zu Stande. Die hier vorliegende Ausgabe beschränkt sich auf jene Texte, die unmittelbar mit Hašeks Spaßpartei zu tun haben.

Fadenheftung, Hardcover,

17,5 x 27,0 cm,

144 Seiten,

mit Illustrationen von Hans Scheib

ISBN: 978-3-86601-310-0

Preis: 48,00 €

 

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